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Wenn ein nahestehender Mensch seelisch leidet, fühlt man sich oft hilflos. Wie du wirklich hilfst – und wie du dabei auch dich selbst nicht vergisst.
Wenn ein Mensch, der uns wichtig ist, in eine seelische Krise gerät, wollen wir helfen – wissen aber oft nicht, wie. Die gute Nachricht: Du musst kein Profi sein. Schon Zuwendung und die richtige Haltung können viel bewirken.
Der häufigste Fehler ist, sofort Lösungen oder Ratschläge zu liefern. Meist braucht ein Mensch in der Krise etwas anderes: das Gefühl, gehört und ernst genommen zu werden. Höre zu, ohne zu bewerten. Sätze wie „Ich bin für dich da“ oder „Das klingt gerade wirklich schwer“ wirken mehr als jeder gut gemeinte Tipp.
Wenn du den Eindruck hast, dass der Mensch sich das Leben nehmen könnte, sprich es direkt an – das löst keine Suizidgedanken aus, sondern entlastet. Bei akuter Gefahr wähle den Notruf 112 oder wendet euch gemeinsam an die TelefonSeelsorge (0800 111 0 111) oder den psychiatrischen Krisendienst.
Jemanden in einer Krise zu begleiten, kostet Kraft. Du bist nicht dafür verantwortlich, den anderen zu „retten“ – und du darfst dir selbst Grenzen und Pausen erlauben. Auch für Angehörige gibt es Unterstützung, etwa Angehörigengruppen und Beratungsstellen.
Auf Mein Seelenpflaster findest du Beratungsstellen und Therapeutinnen in deiner Nähe – für den betroffenen Menschen und für dich. Notfallkontakte findest du auf der Soforthilfe-Seite.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
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