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Ein bisschen Aufregung vor Prüfungen ist normal – doch manche Kinder lähmt die Angst. Woran du Prüfungsangst erkennst und wie du dein Kind wirksam unterstützt.
Herzklopfen und ein flaues Gefühl vor einer Prüfung kennt fast jeder – ein wenig Anspannung steigert sogar die Leistung. Zum Problem wird Prüfungsangst, wenn sie so stark ist, dass sie das Denken blockiert, Kinder krank macht oder sie Prüfungen ganz vermeiden. Als Eltern könnt ihr viel tun.
Kinder spüren die Erwartungen der Eltern sehr genau. Signalisiere: „Ich habe dich lieb, egal welche Note du bekommst.“ Nicht die Note bestimmt den Wert deines Kindes.
Ein klarer, machbarer Lernplan mit Pausen gibt Sicherheit. Gemeinsames Üben in Prüfungssituationen (z. B. Fragen simulieren) nimmt dem Ernstfall den Schrecken.
Zeige deinem Kind einfache Werkzeuge: langsames Ausatmen, die Hände auf den Bauch legen und ruhig atmen, ein Mut-Satz wie „Ich habe geübt, ich schaffe das Stück für Stück.“ Solche Techniken helfen im Blackout-Moment.
Nimm die Angst ernst. „Stell dich nicht so an“ verschließt Türen. Besser: „Ich sehe, dass dich das belastet – erzähl mir davon.“
Lobe die Anstrengung, nicht nur das Ergebnis. So lernt dein Kind, dass Einsatz zählt – und dass ein Misserfolg kein Weltuntergang ist, sondern dazugehört.
Wenn die Angst sehr stark ist, dein Kind stark leidet, Prüfungen vermeidet oder die Angst sich auf andere Bereiche ausweitet, hol dir Unterstützung – etwa über die schulpsychologische Beratung, eine Erziehungsberatungsstelle oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Prüfungsangst ist gut behandelbar.
Auf Mein Seelenpflaster findest du Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen sowie Beratungsstellen in deiner Nähe. Für Kinder und Jugendliche direkt ist die „Nummer gegen Kummer“ kostenlos und anonym unter 116 111 erreichbar.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
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